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Urlaub & Urlaubsanspruch – die wichtigsten Regelungen im Überblick

Wer arbeitet, der hat auch Anspruch auf Urlaub, um sich zu erholen. Doch oftmals bestehen Zweifel – über die eigenen Rechte wie über die Pflichten des Arbeitgebers. Gilliand & Collegen in Mönchengladbach kennen die aktuell gültigen Regelungen und machen Sie gerne damit vertraut. Dazu haben wir nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Urlaub und Urlaubsanspruch für Sie zusammengestellt.

Das Bundesurlaubsgesetz räumt jedem Arbeitnehmer das Recht auf bezahlten Urlaub ein. Dies gilt auch für Auszubildende, arbeitnehmerähnliche Personen sowie Heimarbeiter. Dies gilt auch für sog. Minijobber und Teilzeitkräfte.

Der jährliche Mindesturlaubsanspruch umfasst laut Bundesurlaubsgesetz 24 Werktage. Schwierigkeiten bereitet immer wieder die Umrechnung auf eine 5-Tage-Woche oder auf eine Teilzeittätigkeit.

Nach Ablauf einer Wartefrist von 6 Monaten hat der Arbeitnehmer vollen Anspruch auf seinen Jahresurlaub. Der abgegoltene Urlaub aus dem vorherigen Arbeitsverhältnis wird davon abgezogen.
Beispiel: Ein Arbeitnehmer beginnt zum 01.05.2017 mit seiner neuen Tätigkeit. Die Wartefrist endet am 30.10.2017. Ab dem 01.11.2017 stehen dem Arbeitnehmer noch 8/12 des gesamten Jahresurlaubsanspruchs zu.

Alle Wochentage, abgesehen von Sonn- und Feiertagen, bezeichnet man als Werktage. Arbeitstage sind die Tage, an denen tatsächlich gearbeitet wird. Meist entspricht das den 5 Werktagen Montag bis Freitag. Soweit der Urlaub im Arbeitsvertrag in Werktagen angegeben wird, muss dieser auf die Arbeitstage umgerechnet werden. Bei einer 5-Tage-Woche ergibt sich aus dem BUrlG ein Mindesturlaub von 20 Arbeitstagen.

Wird ein Arbeitnehmer während des Urlaubs krank, kann er ein ärztliches Attest einreichen. Die Zahl der Krankheitstage wird ihm dann für einen neuen Urlaubsantrag gutgeschrieben.

Während des Urlaubs wird dem Arbeitnehmer sein Entgelt fortbezahlt. Dieses sogenannte Urlaubsentgelt entspricht dem Durchschnittseinkommen der letzten 13 Wochen vor dem Urlaub. Zulagen für Nacht- und Feiertagsarbeit werden für die Bemessung berücksichtigt.

Nach § 17 Absatz 1 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz ist der Arbeitgeber berechtigt, den Urlaubsanspruch seines Arbeitnehmers im Laufe von dessen Elternzeit zu kürzen. Jeweils auf einen vollen Monat bezogen ist eine Kürzung von 1/12 zulässig.

Grundsätzlich gibt der Arbeitgeber den Urlaubszeitraum vor. In der Regel werden die Wünsche des Arbeitnehmers in die Urlaubsverteilung einbezogen. Bewilligter Urlaub kann nicht ohne Weiteres vom Arbeitgeber widerrufen werden. Betriebliche Gründe und Notfälle erlauben Ausnahmen.

Urlaubsanspruch wird nur ausgezahlt, wenn das Beschäftigungsverhältnis beendet wurde und der Arbeitnehmer den ausstehenden Urlaubsanspruch nicht mehr in Anspruch nehmen kann.

Laut Bundesurlaubsgesetz muss der Urlaub bis spätestens zum 31.03. des Folgejahres genommen werden, sonst erlischt er. Die Übernahme von restlichen Urlaubstagen ins neue Jahr sollte sich dabei nur auf Ausnahmefälle beschränken (besondere betriebliche oder persönliche Gründe). Verlängerte Fristen können individuell vereinbart werden.

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